Lärm

So gegen halb sieben – der Baulärm setzt wieder ein – verstopf‘ ich die Ohren nach der Nacht erneut mit Schaumstoffstöpseln. Ich nutze die Stille. Espresso nippend sitz‘ ich am Fenster, schau‘ den harmonischen Hummeln zu, die ich leider nicht höre. Sie besteigen die obszön gelben Blüten der Gurke, die in weiser Voraussicht  himmelwärts klettert. Vor dem  Fenster mit der Weiterlesen …

Totensonntag 2025

N 12 Emilie Kotze Frau Veit Herr Veit Herr Arndt Frau Arndt Herr Augustin Frau Augustin Brüder Weihmann und ihre Frauen Frau Museus Herr Museus Frau Lander Frau Braatz Herrmann Braatz Frau Wolter Die taubstumme Frau Herr Molkentin Frau Last Luise Salchow Frau Paasch Herr Paasch Norbert Linda Haack Doris Reschke Swen Reschke Frau Vasic Dieter Böhm

Auf einen SPD-Kanzlerkandidaten (2012)

Prost Peer Du Heiliger Peer, Deine Worte sind süß wie Honig. Oh Steinbrück, Dein Versprechen klingt wunderbar. Wunschkandidat des Kapitals, der Du uns huldvoll einölst, Mit markigen Sprüchen und sozialem Gesülz bis zur Wahl. Beweihräuchert vom Kettenraucher, so kommst Du, und stehst für Die Verteilung von unten nach oben, Du Schmalspurmessias, gelobt! Gelobt auch Dein rot gewendetes  Mäntlein – bis Weiterlesen …

Lebendige Stille

Ich hörte dem Wind zu und meine Gedanken besuchten verschwundene Orte, Dinge und die Vorstellung, Menschen, die mich kannten und die ich kannte, flüsterten aus fern vergangener Zeit in dem Wehen. Leise, doch in Klang und Farbe deutlich, erkenn’ ich sie alle, die mit Ihrem Trost und ihrer Zuversicht meinen Mut mir prägten.

Oh Schreddern, Schreddern meine Lust!

Welch Ärger mit dem billigen Ding oft stundenlanger Frust. Für neu hielt ich, als es noch ging, den Tand und war mir wohl bewusst, als über’m Grabbeltisch ich hing, dass der Gebrauch gäb‘ wenig Lust. Die Anschaffung jetzt, zwar höher im Preis, ist leiser und stärker, ganz ohne Scheiß. Anmerkung: Heute vor zehn Jahren ist Linda im Franziskus Krankenhaus in Weiterlesen …

Ohne Kitsch und Nostalgie

Ich, groß geworden in dem kleinen Dorf zu Füßen des Hohenzollernschlosses im Charlottenburg der Bürger, 1964 noch bevölkert von echten Gestalten ohne diesen jämmerlichen Dünkel, Der in meiner Straße, ob jung ob alt mir begegnet, heutzutag‘ nicht aussetzt auch nur wenige Sekunden geschweige bei 3-4 Menschen ohne diese ängstliche Selbsherrlichkeit. Da kam ich mir so zu Hause vor und mein Weiterlesen …

Aussprechliche Trauer um verlorene Radiokunst

Analog magnetisch (Für Hans) Unaufhörlich gingen und kamen die Iden des März, Sogar als der schöne Merz seinen Hut nahm – In das Nirwana. Nur zeitweise durch den Nadelwald der Neucodierung Meinst du grad‘ eines Merzens Poch zu erahnen – Aus Zwergzikadenherzen. Du, Deiner, Dir, Dich. Du, Deiner, Dir, Dich. Anlässlich des Verlusts einer Magnettonaufzeichnung der Sendung ‚Nachtflug‘ zum 100. Weiterlesen …

Deutsche Mütter 2010

Deutsche Mütter: Was habt ihr gelernt aus dem letzten, dem vorletzten Krieg? An Deiner modernen Supermarktkasse plauderst Du freundlich, eifrig kassierend mit einem Ehepaar, in Deinem Alter wohl. An ihrem Einkauf, sieht man: Sie sind sicher reicher als Du – Auf dem Band die Trüffelbutter. Wie auf dem Markt entsteht da ein Tratsch. So ungefähr von Mutter zu Mutter. Sie Weiterlesen …

Sonntagsspaziergang im Herbst

Auf der Straße traf ich heute während einer Regenpause eine in Lohn und Brot stehende besser verdienende SPD-Funktionärin unter ihrem Regenschirm, die ich aus einer anderen Zeit kenne.   Wieder nur Revolte? Wie mit den Blutsaugern und ihrer Gedungenen Regierung zu verfahren sei? Ich bitt‘ Euch werte, treue Brüder, Diesmal bitt’ ich euch ernst, Denen nicht wieder zu verzeih’n! Egal, Weiterlesen …

Pfiffig und auf Zack

So sind die Rechercheure von der IMDb! Bei der Hübschung meiner künstlerischen Vita und der Überprüfung der angegebenen Links, stoße ich auf meine Eintragung in der Datenbank. Und was sehe ich? Endlich! Nach 17 Jahren werden nun auch eimal meine „Lyrics“ für Frl. Andreja Schneider in der Kneipenszene von „Prinz in Hölleland“ gewürdigt! Das ist jetzt wirklich nicht ironisch zu Weiterlesen …

Umgebungsvariable

Im Bauch der Idylle Schnarcht die Bestie. Am Rande der Romantik Lauert die Inquisition. Im Namen der Vernunft Gedeihen die Gräuel. Aus falschem Zweifel Quillt gelb Gewissheit. Leuchte der Bosheit Erhellt die Verträge. Ohnmacht des Schwachen Verkehrt zum Naturgesetz. Glück der Starken Verklärt zum Verdienst. Geben und Nehmen Erklärt nur die Welt. Mauern aus Schweigen Verkünden Posaunen. Besserung erhofft noch Weiterlesen …

Was ist das ES?

Nach der heutigen Lektüre des Gedankenaustauschs bei weissgarnix unter der Überschrift:  ‚Das Kapitalverbrechen der nächsten Gesellschaft‘ A Es ist bemerkenswert: B Es riecht nach Katastrophe. C Es riecht nach Aufstand. D Es riecht nach Auflösung. E Es riecht nach Unordnung. F Es riecht nach (Un)Beherrschbarkeit. G Es sind nicht nur Propheten. H Es sind nicht nur Eiferer. I Es sind Weiterlesen …

Der heilige Fritz

Für  Fritz Teufel Fritz, zu Deinem Angedenken Hör‘ ich den Qualtinger, der den Villon Verkörpert – verkörpert. Und mit Dutschke denke ich: Fritz, Du alter Eulenspiegel, Der Kampf geht weiter. Gerade da, wo Du jetzt bist. Und gerade noch rechtzeitg Konnte der Kurier offenbar, Elisabeth von Thüringen gleich, Im Himmel für den Dtschn Tannhäuser, Gegen den tumben Dtschlnd-Jubel Heut‘ eine Weiterlesen …

Nach dem Genuss einer Krebsfleischsuppe

Danksagung an alle und mich Ach an solchem lauen Sommerabend, wenn ich mir nicht böse bin, Fällt mir, was ich hätte anders machen wollen, gut gelaunt, fast heiter ein. Und auf einmal, wie sonst selten, lächle ich, kann mir verzeih’ n. Schön ist auch, dass ich noch wünsche, frei zu lachen, wie vorzeiten. Oft noch werden, ich bin sicher, katzewohlig Weiterlesen …

Nackter Schaffensdrang

Für Groucho Marx Nackt  husche ich durch die Wohnung. Es ist heiß. Die Hoffnung erigiert, Neue Wege zeichnen sich ab. Möglichkeiten. Nur eine davon aus ihrem Konjunktiv befreien. Nur eine davon in das nahe Futur retten. Nur eine davon! Dass ich das  noch erleben darf, bitteschön!

“Ich” und Bla

Ich höre im Radio, Irving sagt, er schreibe den letzten Satz zuerst, weil er sonst kein Ziel hätte und sich verwirren würde. Das ist eine Methode, auch wenn ich sie nicht glaube. Aber welchen Grund hätte der Mann uns etwas anderes von seiner Arbeitsweise zu überliefern, als das, von dem er glaubt, es gereiche seinem Bild zum Besten. Der Entwurf, Weiterlesen …

Un cielo senza macchina

  für Island und den Eyjafjallajökull Klarer Himmel über uns gibt Sterne frei wie nach Krieg und im Gebirge. Es übergab sich unsere gute Erde, spie im Norden Glut und Asche. Ach, nur kurz vom Tand befreit ein erlaucht’rer Himmel möchte unsern Übermut erschüttern? Schwärmt wie Vögel, die wir niemals werden, bübische Gedanken!

Matrosen singen es zur Stund’

für Werner Schroeter Es wiegt mich bodenlose Schwermut nach unfassbarem Grund. Grad zwing’ ich das Ruder, zu wenden mein Segel. Das nur der Sturmwind dort oben im Dunkel, mein Schiff nicht zum Abgrund lenke. Vor dem, du tröstendes Erbarmen, zermalme die strauchelnde Nuss ein klingelndes Eisgebirge. Da frostklirrend ich lebte in kochendem Leibe! Mein heißer Atem, lebendiger Nebel, aus tieferer Weiterlesen …

Verwienern wie Peter Alexander

für den Herrn Asel oder etwa alles design? eine manisch depressive Jagdgesellschaft- oder auf den trümmern trümmer auftürmen und sich abgefunden haben. weil, ob alter oder neuer bau macht keinen unterschied- wird alles landschaft. ist die real existierende nofuturgesellschaft nicht abgelöst durch neuestes individuelles selbstbewußtsein, sondern einzeln unter turmgeläute im krach alter hoffnungen inflationär besinnlich— verstummt? der absolute kassenschlager. immer Weiterlesen …