Nur ein Bohnenbeet, sonst kracht’s

Ich will mir am Südhang ein Beet mit Bohnen anlegen. Ich weiß, das Unkraut kommt schnell zwischen die Saat. Trotzdem gehe ich morgen hin und grabe den ganzen Tag. Sobald der Mond scheint, kehre ich in die Strohhütte zurück. Ich habe nicht gegraben, um mir Besitz zu verschaffen, Den ich nicht unabdingbar zum täglichen Leben brauche. Die Schippe über der Weiterlesen …

Meine Stachelbeere

für Clemens Der Winter, der neuerlich wieder grimmig gewesen Und lang, sehr lang, bis in den März hinein dauerte, Hat meinem kleinen bescheidenen Stachelbeerstrauch, Von dem ich im letzten Herbst vier Früchte erntete, Trotz all seiner rauhen Fröste nichts anhaben können. Mich haben der Winter und ähnliche Dinge Verhöhnt und beträchtlich zu Boden gebracht. Da hab‘ ich auf das nicht Weiterlesen …

Diederich Heßlings außereheliche Enkel (1)

Gebet des Urenkels Rigido Mieserverliererbitsch Mackerwesterwilli Demütigt mich, demütigt mich, los, strenger! Ich sage euch dann auch geeh-her-her-ne die Prawda [Правда], Euch Haydnpack. Schlagt mich, schlagt mich noch doller! Ich möcht‘ gern der Ordoliberame-messias, Euer neoliberaler Eiapopaia-Heiland sein. Kreuziget mich, kreuzigt mich,  schneller, ach schneller! Ich bin doch kein Müllermannwilli, ehrlisch, echt. Demütigt, schlagt, kreuzigt doch wählt mich mä-hä-hä-här… Ich Weiterlesen …

In The City

Für Ralph Dahinten irgendwo liegt die Stadt In künstliches Licht getaucht, schnaufend. Tausende und abertausende ungelebte Träume Schneiden ihre schlechte Luft entzwei. Und das Geräusch, das die Betriebsamen nähren, Verhallt nicht bei Tag, nicht bei Nacht. Ein Lichtermeer, eine Flut von Geräuschen – Die Stadt frisst sie wie der Varan. Schon lebloses Fleisch zuckt im Takt Um ein Ziel mit Weiterlesen …

Zum Jahreswechsel

für Annnabel (1951 – 1997) In all den Nächten, als wir maßlos unserer Körper Kräfte zehrten, In jeder Nacht, wann wachend wir uns nach Erklärung sehnten – Noch auf den bunten Pfaden, die vorbei am Leben führten, In all den Jahren, die wir uns zu eng gedrängt – Erhaben scheinbar über alle Zweifel, die wir am Sinn des Spiels gehegt, Weiterlesen …