Material zur Traumsequenz

Mir war einmal mehr dieser seltene, von internen hirnchemischen und externen elektromagnetischen Vorkommnissen gesegnete REM-Schlaf beschert, der einen im Aufwachen aus einer anderen, nicht weniger existenten Umgebung kommen lässt, um den ganzen Tagesverlauf sicher zu begleiten, bis man unweigerlich mit der völlig falschen Welt zusammenstößt, die ihre Realität zwar auch nur behauptet – allerdings in einer Lautstärke, dass eine erneute Weiterlesen …

Replik auf alle Reden über den Zustand der Küche

Dreh- und Angelpunkt allen Wohlfühlens der städtischen Gesellschaften und aller Übungen, die dem selben Zweck dienen, ist ja doch die Küche. Der Ort, an dem die zum Weiterleben notwendige Nahrungsaufnahme kultiviert werden sollte. Nicht die Kochkunst à la l’art pour l’art ist gemeint, diese Wertschöpfung für rechtskräftig verurteilte Idealisten, die einem gelangweilten, übersatten Publikum präsentiert wird, das sich in immer Weiterlesen …

Traum-Splitter 3

1. Ich kaufe eine geräucherte Makrele beim Ragacki. Die Verkäuferin wickelt sie in ein Stück Zeitungspapier und flüstert: „Hier, stecken sie ein und verschwinden sie, schnell raus.“ Ich frage: „Haben sie nicht mehr dieses schöne alte Butterbrotpapier und die Plastiktüten mit dem Rogacki-Fisch drauf?“ Zuhause packe ich die Räuchermakrele aus. Es ist aber eine kleine Beretta und ich habe immer  Weiterlesen …

Traum-Splitter 2

1. Explosionskatapult in den tiefblauen  Himmel aus dem alten Leben. Grün schillernde Fliegen. Sumpf, Feier für Reiche und falsche Leute, Entscheidung –  Schwimmen in Klamotten, dann Waten wie der Reiher.  Köpfchen senken. Endlich an Land. 2. Rutschen die Kohlehalde hinunter, am Bergsteigerseil Hinab-Klettern an der Wohnpagode der Fremden, in der sich auf neun niedrigen, in einander verschachtelten Stockwerken ein Freudenhaus Weiterlesen …

Traum-Splitter 1

„In dem Kinderwagen der Firma Naether/Zeitz aus den 20gern sind vermutlch sieben Söhne von drei Müttern spazieren gefahren worden.“  Ei, wie putzig, ach wie niedlich, mach schön dein Bäuerchen. Sie grinsten breit, wurden gefüttert,verhätschelt, gewickelt usw. „Sechs von Ihnen starben den Heldentod fürs Vaterland.,“ erklärte der Geschäftsführer der <Stiftung Kriegerdenkmal> dem Presseoffizier der Bundeswehr, der zuvor drei Jahre Afghanistan absolviert Weiterlesen …